1900: Kleider, Etikette und Mode

Eine Liebe zur Mode des neunzehnten Jahrhunderts und der Belle Époque pflegen viele Menschen, das ist auch kein Geheimnis. Doch mit der komplizierten Etikette, die hinter den schönen Kleidern steht, kennt sich kaum jemand aus. Auch ich möchte nicht behaupten, dass ich ganz genau weiß, welches Kleid eine Dame wann getragen hat, aber ich glaube, dass ich euch zumindest einen kleinen Blick hinter die Kulissen und in die Garderobe einer wohlhabenden jungen Frau um 1900 geben kann. Ich habe mir überlegt, die Kleideretikette anschaulicher zu machen, indem ich euch ein fiktives Beispiel vorstelle:

Gestatten, Mademoiselle Florence Joubert, Tochter eines Pariser Marquis, achtzehn Jahre alt und um 1900, auf dem Höhepunkt der Belle Époque, auf der Suche nach einem geeigneten Ehemann. Meine Florence hat rotblondes Haar und blaue Augen, sowie einen blassen Teint, weshalb sie bevorzugt leichte, helle Stoffe in Pastellfarben trägt. Denn, ja, hier geht es schon los mit der inoffiziellen Kleideretikette: Es gab zwar keine genau festgelegten Regeln dazu, welche junge Frau welche Farben tragen durfte, doch es gab Empfehlungen und sehr genaue Ansichten dazu, welche Farbgebung und Schattierungen zu Haut-, Haar- und Augenfarbe einer jungen Frau passte.

Ich bin zum Beispiel das genaue Gegenteil von Florence: Der dunkle Typ mit braunen Augen und rotbraunen Haaren, weshalb meine Kleider wohl in satten Tönen wie Rubinrot oder Königsblau gehalten worden wären. Florence aber bevorzugt die hellen Stoffe, weshalb ich versucht habe, bei der Auswahl der Beispielbilder auf Florences Farbgebung zu achten. Ich würde euch gern eine möglichst authentische Zusammenstellung präsentieren. Dazu muss ich jedoch eines sofort sagen: Es ist nicht leicht, geeignete Beispiele zu finden, die auch tatsächlich alle aus dem richtigen Jahr stammen. Ich habe mich bemüht Kleider zu finden, die wirklich von 1900 sind, aber gelungen ist es mir nicht immer.

Euch muss natürlich klar sein, dass eine junge Frau wie Florence jede Saison neue, modisch geschnittene Kleider trägt, denn Florences Familie ist reich und einflussreich. Sie kauft nicht von der Stange, sondern lässt nach Maß schneidern, gern auf bei den neuen, modernen Modehäusern Worth oder Doucet. Einige der Schnitte in den Beispielbildern spiegeln nicht die Trends des Jahres 1900 wider. Die Funktion der Kleider aber bleibt über viele Jahrzehnte hinweg gleich und ich habe mich bemüht, möglichst nah an einer umsetzbaren Garderobe für eine junge Frau des Jahres 1900 zu bleiben. Ich hoffe, dieser Artikel ist für euch ein lohnender Blick in den Kleiderschrank einer Dame. Ich würde gern demnächst weitere ähnliche Artikel für andere Jahrzehnte schreiben, um euch die Stile und gesellschaftlichen Bedeutungen ein wenig näher zu bringen.

Das Morgenkleid: Gemütlicher Start in den Tag

Links: Morgenkleid, Baumwolle, 1885 | Mitte: Morgenkappe, ca. 1890 | Rechts: Morgenkleid, Seide, ca. 1899 (Met Museum)

Wenn Florence am Morgen aufwacht, trägt sie nichts weiter als eins ihrer langen weißen Nachthemden. Sie weiß, dass einige Frauen das Korsett auch über Nacht tragen, doch das kann sie nicht verstehen. Das Korsett ist auch nicht das Erste, an das Florence denkt, wenn sie aus dem Bett steigt. Viel eher zieht sie zuerst ihr Morgenkleid über. Florence besitzt natürlich mehrere Modelle. Das Morgenkleid ist meist ein weit geschnittenes, gemütliches Kleid, das durchaus den modernen Schnitten der Saison nachempfunden ist, aber meist aus weißer Baumwolle oder anderen leicht waschbaren Stoffen besteht. Das Morgenkleid darf gemütlich sitzen und sogar schmutzig werden.

Niemand außer Florence, ihren Dienstboten und ihrer Familie bekommt es zu Gesicht. Florence frühstückt darin und verbringt den Morgen in ihrem Schlafzimmer darin. Sie trägt es, während ihre Zofe ihr das Haar ausbürstet oder während sie nach dem Frühstück in ihren Magazinen blättert. Das Morgenkleid ist so gesehen auch gar kein richtiges Kleid: Es ist eher das Äquivalent zum Morgenmantel. Manche Damen tragen am Morgen nichts weiter als einen weiten, zarten Überwurf aus weißer Baumwolle, doch Florence liebt ihr lachsfarbenes Morgenkleid.

Erst, wenn es Zeit wird, sich für ihren Besuch anzukleiden, legt Florence das Morgenkleid ab. Das Morgenkleid, Florence sagt Robe de Chambre dazu, ist das wohl filigranste Kleidungsstück, dass sie besitzt. Im Winter trägt sie weniger hübsche Morgenkleider aus Flannell, die sie warm halten, bis es Zeit ist, sich anzukleiden.

Das Teekleid: Fließend und artistisch

Links: Teekleid, House of Worth, Seide, ca. 1900 (Met Museum) | Mitte: Teekleid, Doucet, ca. 1905 (Met Museum) | Rechts: Teekleid, Fernande Burel, ca. 1900 (FIT Museum)

Wird es Zeit sich für ihren Besuch anzukleiden, wählt Florence eines ihrer leichten, wogenden Teekleider. Das Teekleid aus dem Haus of Worth ist Florences Lieblingskleid für die informellen Besuche ihrer engen Freundinnen. Es besteht aus rosafarbener Seide und wird von einer lose gebundenen, für Teekleider charakteristischen Schärpe um die Taille gehalten. Die cremefarbene Spitze ist ein ganz besonders aufwendiges Detail und zeichnet die detailverliebte Mode des House of Worth aus, die sich nicht jeder leisten kann.

Das Teekleid war lange Zeit nicht dafür gedacht, außerhalb des Hauses getragen zu werden, denn es besteht aus dünnen, lose sitzenden Stoffen und, falls Florence ihr Korsett darunter trägt, dann bloß locker geschnürt. Von ihrer Mutter hat Florence gelernt, dass das Teekleid zu informell für die Pariser Straßen ist und bloß bei Teebesuchen oder Abendessen mit engen Freunden im eigenen Haus getragen werden darf, doch seit ein paar Jahren gehen viele junge Damen im Sommer am Morgen im Teekleid auf die Straße, um Besorgungen zu machen, oder spazieren zu gehen.

Die oben abgebildeten Teekleider sind ein gutes Beispiel für die romantisch verspielte Hausmode: Viele Teekleider waren an historische Moden angelehnt, das Beispiel aus dem House of Worth ist von barocker Mode inspiriert, aber natürlich nach den momentan modernen Schnitten gefertigt. Eine andere Inspirationsquelle sind asiatische Kimonomoden. Ihre Teekleider sind die romantischsten Kleider, die Florence besitzt: Sie dürfen artistisch und dramatisch sein und sind oft Spielfläche für die neuen Pariser Designer, die in ihnen ihr ganzes Können zeigen.

Florence darf in ihrem Teekleid aus Chiffon oder dünner Seide nicht nur ihre weiblichen Freunde empfangen: Auch junge Männer, die sie gut kennt, dürfen sie in ihrem Zimmer besuchen, wenn sie ihr Teekleid trägt. Da Florence unverheiratet ist, ist ihre Gouvernante bei diesen Besuchen natürlich immer dabei, schon allein, da das Teekleid mehr von Florences Körper enthüllt, als ihre formellen Kleider: Eine echte Versuchung. Florence würde ihr nicht nachgeben, doch sie hat von verheirateten Frauen gehört, die die Besuchsstunden ausnutzen: Denn das Teekleid kann man anziehen, ohne Hilfe von der Zofe zu benötigen, weshalb die meisten Damen ihren Besuch völlig allein empfangen können – eine gute Gelegenheit für heimliche Zusammentreffen…

Das Nachmittagskleid: Modisch, elegant & Statussymbol

Links: Nachmittagskleid, Seide, ca. 1900 | Mitte: Nachmittagskleid, Jean Hallée, Seide, 1903 | Rechts: Nachmittagskleid, Seide, 1898 (Met Museum)

Wenn Florence Nachmittags aus dem Haus geht, trägt sie natürlich keins ihrer informellen Hauskleider, sondern ein Nachmittagskleid, das nach allen Regeln der Kunst respektabel ist. Nachmittagskleider sind modisch geschnitten und aus guten Stoffen hergestellt und müssen ganz genau der Mode folgen. Denn wenn Florence in ihren Nachmittagskleidern ihre Freund.innen besuchen geht oder nachmittags Freund.innen zu Hause empfängt, dann geht es ihr nicht nur darum, anständig angezogen zu sein: Sie möchte auch gesehen werden und positiv auffallen. Das Nachmittagskleid hat oft eine Schleppe und ist detailreich verziert.

Das Nachmittagskleid in der Mitte, entworfen von der berühmten Jeanne Hallée, ist eins von Florences liebsten Kleidern: Es ist aus kastanienbrauner Seide und akzentuiert durch Rüschenbesatz an Kragen und Ärmeln, wie es gerade modern ist. Auch der A-förmige Rock ist nach der neusten Mode geschneidert. Dieses Kleid ist etwas für den Herbst und Winter: Die dunkle Farbe, aber auch die samtig glänzende Seide sind typisch für Herbstmoden, während die blonde Florence im Sommer gern Creme trägt, oder Pastellfarben. Ohne Handschuhe und Hut geht Florence natürlich nicht aus dem Haus.

Nachmittagskleider sind schlicht und elegant. Sie sind meistens hochgeschlossen und haben ebenfalls immer lange Ärmel, auch im Sommer, da es tagsüber nicht schicklich ist, zu viel des Körpers zu zeigen. Zum Nachmittagskleid trägt Florence natürlich auch ihr Korsett, modisch eng geschnürt. Florence ist stolz auf die schmale Taille, die sie durch jahrelanges Schnüren erreicht hat, kann aber die Frauen nicht verstehen, die sich für eine Wespentaille quälen und Schmerzen erleiden. Florence hat eine Taille von ca. 50cm und liegt damit, zusammen mit ihrer Körpergröße von 1,55cm, im Durchschnitt. In ihren Damenmagazinen liest Florence immer wieder Briefe von Leserinnen, die für oder gegen das Korsett plädieren, eine interessante Debatte, der Florence gespannt folgt.

Nachmittagskleid ist nicht gleich Nachmittagskleid: Florences Kleider für die Kirche oder für gesellschaftliche Events am Nachmittag sind formeller, moderner und aufwendiger, als ihre Besuchskleider, denn hier wird Florence von den wichtigen und einflussreichen Menschen ihrer Gesellschaft gesehen – und natürlich von potentiellen Heiratskandidaten.

Das Spazierkleid: Praktisch, aber modisch

Links: Oberteil eines Spazierkleids, Wolle, Seide, ca. 1893 | Mitte: Hut, H. O’Neill & Co., 1900 | Rechts: Spazierkleid, Seide, ca. 1890 (Met Museum)

Geht Florence mit ihrer Gouvernante spazieren, mit ihrer Mutter die neusten Stoffe in einem Modehaus anschauen, oder schlendert sie über Paris’ große Einkaufsstraße, die Rue de la Paix, trägt sie ein Spazierkleid. Das Spazierkleid ist aus robusten Stoffen und in gedeckten Farben gehalten und hat meistens keine Schleppe und einen kürzeren Rock, denn es ist ja zum Spazieren gemacht. Das Kleid soll jedoch, natürlich, ebenfalls gesehen werden und ist modern geschnitten und hübsch verziert. Auch hier ist nicht jedes Kleid für denselben Zweck geeignet: Promeniert Florence mit ihrer Mutter in Paris, trägt sie schönere, aufwendigere Spazierkleider, als wenn sie auf dem Weg zu einem bestimmten Ziel ist.

Es ist 1900 und Florence trägt auch immer lieber Anzüge zum Spazierengehen: Robuste Röcke und hübsche Blusen mit Blazer. Natürlich ist auch das Spazierkleid meist hochgeschlossen und langärmlig und ohne Handschuhe, Sonnenschirm und Hut geht Florence nicht auf die Straße. Der Hut in der Mitte ist typisch für den Höhepunkt der Belle Époque: Zwischen Seidenbändern sitzt ein ausgestopfter Vogel auf dem Strohhut, einer der dekadenten Trends der Epoche.

Das Abend- oder Dinnerkleid: Von bescheiden zu extravagant

Links: Abendkleid, House of Worth, Seide und Leinen, 1897 | Mitte: Abendkleid, Rouff, Seide und Metall, 1895 | Rechts: Abendkleid, Rouff, Seide, 1897 (Met Museum)

Wenn Florence Abends etwas vorhat, macht sie sich natürlich besonders hübsch zurecht. Das Abendkleid, das zu Dinnerpartys, Soirées oder anderen abendlichen gesellschaftlichen Veranstaltungen getragen wird, darf extravagant sein und im Gegensatz zum Tageskleid einen etwas gewagteren Ausschnitt haben, der den Hals und die Schlüsselbeine frei lässt. Die Ärmel sind lang oder halblang, seltener kurz, denn formelle abendliche Gesellschaften erfordern angemessene Kleidung. Je nach Veranstaltung kann es aber auch kurze Ärmel geben. Es kommt ganz darauf an, wie formell die Feier ist. Mit dem Abendkleid werden immer lange Handschuhe getragen, doch anstatt einem Hut trägt man Blüten oder Schmuck im Haar.

Ihre Abendkleider sind Florences ganzer Stolz. Das Abendkleid steckt voller kleiner, eleganter Details wie kunstvoll angebrachten Rüschen, Spitzen und Krausen oder Bändern und Schleifen. Das ganz Besondere am Abendkleid ist die Schleppe, die Tageskleider selten haben dürfen, die gar nicht lang genug sein kann. Die glänzende Seide ist hübsch bedruckt oder bestickt und sorgsam verarbeitet, jedes Detail ist genau durchdacht und exquisit angefertigt. Natürlich wird das Korsett zu einer formellen Abendveranstaltung ganz besonders sorgsam geschnürt getragen.

Das Abendkleid aus goldener Seide trägt Florence zu einem Empfang einer Pariser Gesellschaftsdame. Seine schlichte Eleganz, inspiriert von Rococo-Mode, gefällt ihr und unterstreicht ihren rosigen Teint und das rötlich schimmernde Haar. Zu einem Dinner erscheint Florence in einem hochgeschlossenen, schlichten Abendkleid, ins Theater geht sie in dem lachsfarbenen, kurzärmeligen Kleid von Rouff. Und wer weiß, vielleicht zieht das Kleid ja die Blicke der jungen Männer auf sie? Florence ist achtzehn Jahre alt und hat in den vorangegangenen zwei Saisons keinen geeigneten Verlobten finden können. In ihrem Abendkleid möchte sie nicht nur hübsch aussehen, sie möchte auch den Reichtum ihrer Familie unterstreichen und sich für potentielle Heiratskandidaten interessant machen.

Florence besitzt ganz verschiedene Abendkleider: Sie sind aus goldener, rosafarbener oder hellblauer glänzender Seide, aus Taffeta oder Satin in hellen, leuchtenden Grün- und Gelbtönen. Abendkleider sind natürlich extrem modisch geschnitten, mit sehr schmalen Taillen und einer stark akzentuierten Form. Florence trägt 1900 sehr eng anliegende Ärmel die beliebte, spitz zulaufende Wespentaille, die durch Schärpen betont wird. Haufenweise feine Spitze mit Blumenmustern sind im Trend. Auch beliebt sind aufgenähte Stoffblumen oder Fellbesätze, wenn im späten Dezember die Saison beginnt. Florences Rock ist übrigens durch Pferdehaar und ein wenig Metall verstärkt, um die modische A-Linie ohne unpraktisches Metallgestell zu erreichen.

Das Ballkleid: Das schönste Kleid der Saison

Links: Ballkleid, House of Worth, Seide, Strass, 1898 | Mitte: Ballkleid, Driscoll, Seide, Metallfaden, Glas, 1900 | Rechts: Rückenansicht Ballkleid, Paquin, Seide, 1895 (Met Museum)

Kristina Harris bezeichnet das Ballkleid in ihrem Werk “Authentic Victorian Fashion Patterns” als “prächtigere große Schwester” des Abendkleides und das ist durchaus eine treffende Beschreibung. Das Ballkleid wird zu sehr wichtigen, edlen Anlässen getragen, natürlich zum Ball, aber zum Beispiel auch in die Oper oder auf Soirées. Das Ballkleid durfte im Gegensatz zum Abendkleid sehr kurze Ärmel haben oder um 1900 sogar schulterfrei sein. Dazu kommt der freizügige Ausschnitt. Vielen Leuten fällt es schwer, das Abendkleid vom Ballkleid zu unterscheiden, aber im Prinzip könnt ihr euch einfach den Ausschnitt ansehen: Wenn er sehr tief und herzförmig ist, habt ihr sicherlich ein Ballkleid vor euch.

Jedes Ballkleid wird in der feinen Gesellschaft übrigens nur einmal getragen: Es gilt als unfein ein Ballkleid zu zwei Veranstaltungen zu tragen, weshalb für jeden großen Ball ein eigenes Kleid gekauft wird – Schließlich will Florences Familie zeigen, dass sie es sich nicht nur leisten kann, für jeden Ball ein neues Kleid machen zu lassen, die Mode ändert sich schnell und für Florence ist es von äußerster Wichtigkeit immer ein modischer Blickfang zu sein. Nicht nur, um die Junggesellen auf sich aufmerksam zu machen, auch, um ihren Platz als Gesellschaftsdame zu zementieren.

Noch mehr Kleider?

Ich habe euch jetzt die wichtigen Kleider aufgezählt, die eine Dame im Laufe des Tages tragen kann, doch es gibt noch weitere: Fährt die Dame im Sommer an die See, trägt sie ein leichtes Sommerkleid aus hellen Stoffen, Chiffon oder Taffeta, gern mit passendem Matrosenkragen. Für lange Kutsch- oder Zugreisen gibt es robuste, schlichte Reisekleider, von denen auch Florence einige besitzen wird. Im Trauerfall wird tiefschwarze, schlichte Trauermode gekauft, die jedoch nach der Trauerphase entsorgt wird – es bringt Unglück Trauerkleider im Haus zu behalten. Auch ein Schwimmkleid wird Florence besitzen, Reitkleider und ein paar schöne, aber robuste Kleider für den Sommeraufenthalt auf dem Land.

Ihr seht also, es gibt für jede Tageszeit das passende Kleid und die Dame der Belle Époque zieht sich tatsächlich mehrmals am Tag um, anstatt sich am Morgen für ein Kleid zu entscheiden und es den ganzen Tag über zu tragen, wie es sich viele vorstellen. Ich hoffe, die kleine Reise durch den Tag mit Florence und mir hat euch einen kleinen Einblick in die Materie verschafft.


Beitragsbild: “Eitelkeit” von Auguste Toulmouche, ca. 1870


Selbst nachlesen?

Ashelford, Jane: The Art of Dress. Clothes and Society 1500 – 1914. 1996.

Harris, Kristina: Authentic Victorian Fashion Patterns. A Complete Lady’s Wardrobe. 2012.

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